Was ist ein Funnel und wann brauchst du einen?
Ein Funnel ist eine geführte Strecke, die Besucher in wenigen Schritten zu einem klaren Ziel bringt: einer Anfrage, einem Termin oder einem Abschluss. Statt einer Seite mit vielen Möglichkeiten gibt es pro Schritt genau eine Frage oder Entscheidung.
Du brauchst einen Funnel, wenn dein Angebot erklärungsbedürftig ist, wenn du viele unpassende Anfragen bekommst oder wenn Interessenten auf dem Weg zum Abschluss aussteigen. Ein Rechner, der nach drei Fragen einen Preisrahmen zeigt, beantwortet die wichtigste Frage sofort und sammelt dabei die Angaben, die dein Vertrieb braucht. Wie sich Funnel und Website ergänzen, erklären wir im Ratgeber Funnel vs. Website.
Funnel mit Backend: der Unterschied zu Baukasten-Funnels
Der Unterschied liegt hinter der Oberfläche. Baukasten-Funnels sammeln Daten und schicken eine E-Mail. Ein Funnel mit eigenem Backend speichert die Daten strukturiert, rechnet Preise oder Tarife nach deinen Regeln, prüft Angaben, verteilt Anfragen an die richtige Person und übergibt Abschlüsse an Partnersysteme.
Das macht drei Dinge möglich: Rechner und Tarifauswahl mit echten Regeln statt Pauschalen, eine Übergabe ohne Abtippen und eine Messung, die zeigt, welcher Schritt wie viele Interessenten verliert. Weil wir auch Software entwickeln, ist das für uns kein Sonderprojekt, sondern der normale Weg.
Beispiel: Dogcare24
Dogcare24 vermittelt die Hundekrankenversicherung der Barmenia. Der Funnel besteht aus einer Tarifauswahl, die Hundehaltern die passenden Tarife zeigt, und einem Online-Abschluss. Gebaut ist die Seite mit Next.js und läuft auf Vercel.
Der Funnel steht nicht allein. Viele Ratgeberseiten zu Rassen, Kosten, Wartezeiten und Leistungen bringen Hundehalter aus der Google-Suche und führen sie in die Tarifauswahl. Laut Search Console stiegen die Klicks aus Google von 8.627 im April 2025 auf 29.528 im März 2026. Inzwischen kommen fast 50 Leads pro Tag aus der organischen Suche (Stand Oktober 2026), mehr als doppelt so viele wie im Dezember 2025. Der Hebel war die Kombination: Inhalte, die gefunden werden, und eine Strecke, die abschließt. Weitere Projekte aus der Branche stehen unter Websites für Versicherungen.
Weitere Beispiele
- Unfallpro24: Portal für Unfallgeschädigte, die einen Kfz-Gutachter suchen. Die Schadenmeldung fragt zuerst, wer den Unfall verursacht hat, und nimmt dann Kontaktdaten und Fotos vom Schaden auf.
- Accron: Website mit Fokus auf Anfragen. Seit dem Livegang kamen laut Kai Petry, Leiter Vertrieb, über 100 Leads zusammen.
Bausteine, die wir in Funnels einsetzen
Welche Bausteine sinnvoll sind, hängt von deinem Angebot ab. Häufig nutzen wir:
- Fragen-Strecke: wenige Fragen, die Bedarf und Budget klären, bevor das Formular kommt.
- Rechner: Preis-, Angebots- oder Ersparnisrechner mit deinen echten Regeln.
- Tarifauswahl und Vergleich: passende Optionen nach Angaben des Besuchers.
- Produktkonfigurator: Varianten zusammenstellen, Preis sehen, Anfrage senden.
- Terminbuchung: direkt in deinen Kalender, mit Bestätigung und Erinnerung.
- Online-Abschluss und Bezahlung: Vertrag oder Kauf ohne Medienbruch.
Jeder Baustein bekommt eine Landingpage, die erklärt, für wen er ist. Wenn nur eine einfache Landingpage ohne Backend gebraucht wird, passt unser Webdesign.
Woran Funnels scheitern
Funnels scheitern selten an der Technik, sondern an der Reihenfolge der Fragen. Die häufigsten Fehler:
- Zu früh nach Kontaktdaten fragen: Wer im ersten Schritt Name und Telefonnummer verlangt, verliert viele Interessenten. Erst Nutzen zeigen, dann fragen.
- Zu viele Schritte ohne Ergebnis: Jeder Schritt braucht einen Grund. Wenn ein Rechner nach acht Fragen noch nichts zeigt, steigen Besucher aus.
- Unklarer nächster Schritt: Nach dem Absenden muss klar sein, was passiert und wann sich jemand meldet.
- Daten landen im Postfach: Wenn Anfragen erst Tage später bearbeitet werden, ist der Interessent oft schon beim Wettbewerb. Eine direkte Übergabe ins CRM und eine automatische Bestätigung helfen.
- Keine Messung je Schritt: Ohne Zahlen pro Schritt weiß niemand, wo es hakt.
Diese Punkte planen wir vor dem Bau, nicht erst, wenn die Zahlen enttäuschen. Nach dem Start schauen wir auf die Schritte mit den meisten Abbrüchen und testen dort gezielt Änderungen an Frage, Text oder Reihenfolge.
Woher die Besucher kommen
Ein Funnel ist nur so gut wie die Besucher, die hineinkommen. Für bezahlte Anzeigen bauen wir eigene Einstiegsseiten und messen, welche Anzeige zu Abschlüssen führt. Für dauerhaften, bezahlungsfreien Zustrom verbinden wir den Funnel mit Inhalten, die bei Google ranken. Wie das geht, steht unter SEO.
Was ein Funnel kostet
Funnel-Projekte starten bei 4.500 €. Der Preis hängt von Zahl und Art der Schritte, von Rechenregeln, Anbindungen und davon ab, ob am Ende eine Anfrage oder ein Abschluss mit Bezahlung steht. Nach dem Erstgespräch bekommst du ein Angebot mit klarem Umfang. Wenn du wissen willst, welche Strecke zu deinem Angebot passt: Erstgespräch buchen.